CO₂ kompensieren – regional und regenerativ: Unser Besuch beim Partner-Landwirt mit Klim

CO kompensieren – regional und regenerativ: Unser Besuch beim Partner-Landwirt mit Klim

Auch digitale Unternehmen hinterlassen einen ökologischen Fußabdruck. Für uns bedeutet das: Zuallererst vermeiden wir CO₂-Emissionen, wo es möglich ist und reduzieren sie überall dort, wo es sinnvoll und praktikabel ist, etwa durch den Einsatz nachhaltiger Ressourcen, papierarmes Arbeiten sowie Bahnreisen durch die Nutzung des Deutschlandtickets statt individueller Anfahrten.

Doch Klimaschutz bedeutet mehr als nur CO₂ zu kompensieren, es geht um Regeneration und darum, die natürlichen Lebensgrundlagen unseres Planeten zu erhalten. Dafür müssen wir nicht nur Emissionen reduzieren, sondern zerstörte Ökosysteme wieder aufbauen und schützen. Denn nur ein gesunder Planet sichert die Ressourcen, die wir heute und in Zukunft dringend brauchen.

Da Emissionen jedoch nie vollständig vermeidbar sind, übernehmen wir Verantwortung: wir unterstützen ein regionales Projekt zur regenerativen Landwirtschaft und fördern Landwirt:innen, die ihre Böden nachhaltiger bewirtschaften. Seit 2024 tun wir das gemeinsam mit Klim, einem innovativen Unternehmen, das Landwirt:innen auf ihrem Weg in die regenerative Landwirtschaft begleitet.

Warum Klim?

Klim ist ein junges Unternehmen, das Landwirt:innen dabei unterstützt, ihre Betriebe auf regenerative Bewirtschaftung umzustellen. Ziel ist es, Böden wieder fruchtbarer zu machen, CO₂ zu speichern und die Artenvielfalt zu fördern.


Weltweit geht alle vier Sekunden die Fläche eines Fußballfelds durch Bodenerosion verloren, allein in Deutschland sind bereits rund 30 % der fruchtbaren Böden verschwunden. (Quelle: Europäische Union) Regenerative Landwirtschaft setzt genau hier an: Sie stärkt das Bodenleben, reduziert die Bodenbearbeitung, hält den Boden ganzjährig bedeckt und sorgt mit vielfältigen Fruchtfolgen und Zwischenfrüchten dafür, dass Böden CO₂ langfristig binden können.

Über die digitale Klim-Plattform dokumentieren teilnehmende Landwirte ihre Maßnahmen, von Blühstreifen bis zum Einsatz organischer Düngung. Die Daten werden überprüft, zertifiziert (u. a. durch den TÜV Rheinland nach ISO 14064-2) und fließen in die Berechnung der ausgestellten CO₂-Zertifikate ein.

Verantwortung, die wächst – auf regionalem Boden

Wir haben uns bewusst entschieden, unsere Kompensation regional zu verankern. Unser Partner-Landwirt führt in dritter Generation ein traditionsreiches Rittergut und stellt seinen Betrieb Schritt für Schritt auf regenerative Landwirtschaft um.

Bei unserem Besuch vor Ort konnten wir uns selbst ein Bild machen:
Zwischen blühenden Zwischenfrüchten, fruchtbaren Böden und nachhaltigen Maschinenkonzepten erklärte uns der Landwirt, wie er durch wechselnde Bepflanzung, minimale Bodenbearbeitung und den Verzicht auf Insektizide aktiv zum Klimaschutz beiträgt.

Seine Geschichte zeigt, dass Wandel in der Landwirtschaft möglich ist, wenn Leidenschaft, Wissen und Unterstützung zusammenkommen.

„Ich wollte eigentlich nie Landwirt werden. Heute bin ich dankbar für die Verantwortung, mit moderner Landwirtschaft Böden zu regenerieren, Natur zu schützen und hochwertige Erträge zu erzielen. Starke Partner ermöglichen es mir, diesen Weg konsequent weiterzugehen und ständig besser zu werden.“ – Cay Hüneke, Landwirt

Unser Beitrag

Mit unserem Engagement bei Klim kompensieren wir nicht nur einen Teil unserer erfassten CO₂-Emissionen, sondern fördern aktiv:

  • Bodenschutz und Humusaufbau zur CO₂-Bindung
  • Biodiversität durch Blühstreifen, Zwischenfrüchte und vielfältige Kulturen
  • Wasser- und Meeresqualität durch reduzierten Düngemittel- und Pestizideinsatz
  • Nachhaltige Ernährungssicherung durch resiliente und gesunde Böden

So leisten wir gemeinsam mit Klim und unseren Partner-Landwirt einen Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs) – von Klimaschutz (Ziel 13) über Leben an Land (Ziel 15) bis hin zu nachhaltiger Produktion und Konsum (Ziel 12). 

Denn echter Klimaschutz beginnt dort, wo Veränderung Wurzeln schlägt: im Boden.